Latvian Blues Band begeisterte im Kulturwerk

Hamburger Abendblatt 07.03.2020 – NORDERSTEDT

Konzertkritik: Die fünf Musiker aus Lettland sorgten in Norderstedt wieder für einen angenehmen und trotzdem elektrisierenden Sound.

Norderstedt.  Endlich eine Band, die auch leise kann. Die Latvian Blues Band sorgte in der Konzertreihe Blueswerk im Kulturwerk für einen angenehmen Sound, der aber trotzdem elektrisierte. Das Quintett um Sänger und Gitarrist Janus Bux Bukovskis begeisterte bereits im Mai 2018 im Kulturwerk. Die Fans wünschten sie sich noch einmal auf die Bühne, und der Verein Blueswerk erfüllte diesen Wunsch. Wieder mit großem Erfolg.

Denn erneut bewies die Band, dass Lettland Blues kann, einen Blues der eigenen Sorte, der von Melancholie unvermittelt zur Fröhlichkeit wechselt. Dazu trägt sicher auch bei, dass die Musiker erst auf der Bühne entscheiden, was sie spielen. Intuitiv scheinen sie sich stets über den nächsten Song einig zu sein. Ihr Zusammenspiel ist stringent und sehr harmonisch. Trotzdem haben alle fünf Raum für packende Soli, die die Band-Harmonie wie kleine Ego-Trips unterbrechen und sozusagen Pfeffer ins Spiel bringen.

Bux Bukovskis überzeugt mit Stimm-Volumen von der tiefen Lage bis zur hohen Kopfstimme. Vor allem aber baggert er das Publikum mit einer kindlichen Lebensfreude an, die im Blues-Bereich eher selten ist. In seinen ausdrucksvollen Liebes-Balladen wechselt er vom leidenden Lover zum Lausbuben, sein Gitarren-Spiel ist magisch.

Magie präsentiert auch Artis Locmelis an Piano und Saxofon. Trompeter Viesturs Grapmanis sorgt für einen scharfen, hellen Bläser-Sound, Drummer Rolands Saulietis für den Drive von Trommel, Snare-Drum und Becken, Bassist Marcis Klanins gabt die Tiefe. Die fünf dürfen gern wiederkommen.( lin)

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