„Till Seidel sorgte für gute Laune vor dem Kulturwerk“

Aus der Berichterstattung des Hamburger Abendblattes vom 14.09.2020

„Der Hildesheimer gab auf Einladung des Kulturvereins Blueswerk ein Konzert in Norderstedt und begeisterte das Publikum mit frischen Rhythmen.

Norderstedt.  Der Mann macht einfach Spaß! Keine tiefschürfend-melancholischen Texte, keine Weltuntergangsstimmung, kein Herbst-Blues. Sondern frische Töne und Rhythmen, voller Energie über die Rampe gebracht. Till Seidel aus Hildesheim war mit seiner Band zu Gast in der Konzertreihe des Kulturvereins Blueswerk. Und was die vier Jungs von der Open-Air-Bühne im Innenhof des Kulturwerks hören ließen, brachte die coronabedingt nur zirka 60 Zuhörerinnen und Zuhörer zum Wippen und Zehentippen. Tanzen war wegen Corona verboten, wie Miro Berbig, Vorsitzender des Blueswerks, dem Publikum verklickerte.

Dabei wäre gerade tanzen sicherlich ein gutes Rezept gegen die nasse Abendkühle gewesen. Die Blues-Fans blieben aber brav sitzen und hörten Till Seidel und seiner Band begeistert zu. Sinnigerweise mit „Get on Board“ eröffnete der Gitarrist und Sänger, der mit Dennis Korckstadt an Keyboard und Klavier, Bassist Dirk Vollbrecht und Schlagzeuger Malte Albers das zweite Blues-Konzert im Innenhof gab. „So heißt auch unser neues Album, das wir im März aufgenommen haben, aber auf keiner Tour mehr vorstellen konnten“, sagte der Hildesheimer. In „I Wanna Know“ glänzte Seidel mit langen Gitarren-Soli, und in „Feel Alright“ gab er eine Aufwärm-Anweisung mit Hüftschwung und Beckenkreisen. Geht auch im Sitzen. Schwer verbluest kam „Right Place, Wrong Time“, in dem Seidel zeigte, dass er auch ganz leise kann, fast zärtlich. Zu viel für den Drummer, der voll auf die Becken drosch, während der Pianist romantisch schwärmte.

Als Corona-Witz brachte die Band den Song „Coming Home“ (Till Seidel: „Sind wir nicht alle sehr häuslich geworden?“) mit leichtem Swing-Sound. Boogie zitierte das Quartett mit „Treat Her Right“, und in „Put It On Wax“ haute Schlagzeuger Malte Albers erneut einen mitreißenden Sound raus, während Pianist Dennis Korckstadt tief in seinen Tasten gründelte. Fazit: Seidel und Co. dürfen gerne wiederkommen!“

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